Als Udo Jürgens 1966 mit „Merci Chérie“ den Grand Prix Eurovision gewann, begann eine beispiellose Karriere. Mittlerweile sind Hits wie „Griechischer Wein“, „Aber bitte mit Sahne“ oder „Mit 66 Jahren“ Evergreens geworden, und immer noch begeistert der international erfolgreiche Sänger und Komponist auf der Bühne zahllose Fans aller Generationen. Die Journalistin Lisbeth Bischoff, die bereits als Vierzehnjährige 1970 ein erstes Autogramm von „ihrem“ Star bekam und später als bekennender Udo-Jürgens-Fan viele Interviews für Radio und Fernsehen mit ihm führte, hat nun die erste Biografie über den populären Entertainer geschrieben.

 

Ausführlich berichtet Lisbeth Bischoff etwa über die Tournee „Udo ’70“, einen der Höhepunkte in Udo Jürgens’ Karriere, die ihn vom September 1969 bis zum Juli 1970 in 153 Städte Europas führte:

„Angst habe ich keine, wenn ich auf die Bühne gehe“, resümiert Udo Jürgens, als ich ihn auf diese Erfolgstournee anspreche. „Das ist auch etwas ganz Falsches, dann hat man schlechte Voraussetzungen. Aber eine gewisse Spannung ist natürlich immer da. Zudem ist es nicht eine Frage der Eitelkeit, dass ich auf die Bühne gehe, es ist eine Frage, ob die Menschen mich wollen oder nicht.“

 

Zu seinen Liedern und der zeitgenössischen Unterhaltungsmusik erklärt er:

„Musik muss nicht ununterbrochen kritisch sein, aber es sollte das gegenwärtige Lebensgefühl wiedergegeben werden. Nicht unter dem Motto ‚Das Leben ist schön, seid lieb zueinander‘ – und eine Melodie, die so idiotisch einfach ist, dass ein Kinderlied, das wenigstens noch eine Tradition und eine Berechtigung hat, dagegen anspruchsvoll ist. Das bezeichnen wir heute als Schlager, und in dieser Ecke möchte ich wirklich nicht stehen.“

 

Daneben äußert sich Jürgens auch über Privates, etwa darüber, was Freundschaft für ihn bedeutet:

„Freundschaften sind unvorstellbar wichtig für mich, und ich glaube von mir sagen zu können, dass ich ein wirklicher Freund bin. Ich gehe auf Menschen zu. Ich suche Freundschaften, weil ich sie brauche. Schulterklopfer gibt es sehr viele. Man müsste sich die Schulter amputieren lassen, so viele gibt’s da“, erklärt mir Udo Jürgens am 3. Februar 1991.

 

„Udo Jürgens – ‚Merci‘“ zeichnet die wichtigsten Stationen seiner Karriere nach, gibt Einblicke in sein Privatleben und lässt den Künstler selbst zu Wort kommen. Die Biografie von Lisbeth Bischoff finden Sie in unserer Buchreihe „Im Spiegel der Zeit“.  

 

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2 Kommentare

Petri Heinz-Dieter on 22 Januar 2010 ,17:19

Interessant und Informativ verführt zum Glücksspiel.

W.Friedrich on 21 Januar 2010 ,19:14

Hab ich schon im Abo.Danke

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